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Schleswig, wir kommen
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Die letzten Jahre hatten wir immer schon mal
vor, die Schleswig-Holsteinische Küste zu besegeln. Dieses Jahr soll es
endlich geschehen. Unsere Törnplanung sieht dabei zwei Abschnitte vor,
zwischen denen uns zwei Crew-Mitglieder (Peter und Felix) verlassen wollen -
denn sie müssen wieder in die Schule. Preisfrage: Welchen Beruf haben die
beiden ;-).
Als Austausch-Spieler kommen dann Horst und
Winnie an Bord, aber dazu lest Ihr mehr im Törnbericht "Von Arnis durch die
dänische Südsee!!".
Rechts die erste Crew in voller Pracht:
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von links nach rechts:
Fünf, die nichts Meer erschrecken kann:
Peter, Axel, Felix, Ralf und Michael |

Tag 1: Freitag, 13.5. - Anreise
Well prepared
 Freitag Nachmittag geht's los.
Fünf Crew-Mitglieder teilen sich einen sechs-sitzigen VW-Camper. Nachdem
jeder sein Päckchen abgelegt hat, stellt sich die Frage: Und welche
Spedition kann uns nun mitnehmen?
Gut probiert ist halb gewonnen: Horst (Foto rechts) von
Törn No. 2 probt schon mal den Ernstfall.
Nachdem wir alles dann doch nocht erfolgreich verstaut
haben, stellt sich die Crew dem ersten Gruppenfoto. Wer weiß - so jung
kommen wir nicht mehr zusammen.

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Auf dem Weg nach Fehmarn dürfen wir
schon mal den
Wind "in der dritten Dimension" erahnen.
Na ja! Nur noch 440 km und dann
lassen wir uns auch
nach Westen pusten.
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Tag 2: Samstag, 14.5. - Go West
Blase Wind, blase!
Wie
wir ja mittlerweile wissen, hängt der Erfolg eines Törns davon ab,
wie man ihn startet. Damit auch alles gut läuft starten wir also
zunächst mit einem romantischen Weckmanöver (siehe links).
Schließlich will der Skipper ja, dass die Crew von Anfang an gut
drauf ist.
Anschließend
geht es daran, das Frühstück vorzubereiten. Peter versucht es mal mit
Hypnose: Koch, Kaffee, koch - nur fest genug dran denken, es wird
schon.
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Derweil
entscheidet sich Michael für den herkömmlichen, wenn auch
langweiligeren Weg: Irgendwo muss doch das Pulver sein?
Nach einem, dann doch endlich erfolgreich
stattgefundenen, gemütlichen Frühstück an Bord starten wir mit der
obligatorischen Sicherheitseinweisung.
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Nachdem wir dann endlich loslegen
können, führt uns unser erster Schlag in die Kieler Förde nach
Laboe. Auf dem ersten Abschnitt werden die gerade erworbenen
Kenntnisse in die Tat umgesetzt: Segeln in Sicherheitskleidung,
beobachten der Geräte und natürlich der Umgebung. Vorbei an der
romantischen Südküste Fehmarns und an der Beelitz-Werft geht es
tatsächlich wie geplant nach Westen. Und das Best daran: Der Wind
ist auch noch mit uns, denn er bläst mit guten 5 Bft aus Osten. So
können wir dann auch die Genua ausbaumen und mit "Full-Speed" nach
Westen heizen:
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Während
unseres Schlages von Burgtiefe nach Laboe nimmt der Wind noch zu.
Bei 6 Bft. von achtern rasen wir mit der ausgebaumten Genua und
Bullenstander am Groß Richtung Westen. Unterwegs erreicht uns noch
der Notruf einer gekenterten Jacht, zu der dann aber schon ein
Rettungsschiff der DGzRS unterwegs ist (siehe Fotoreihe oben).
In der Kieler Förde müssen wir dank unseres nun
erforderlichen Südkurses auf Halbwindkurs gehen. Dafür sind wir
jedoch ein wenig übertakelt und schnell lernt unser Rudergänger, was
es heißt "in die Sonne zu schießen". Unsere Krängung legt das Schiff
soweit um, dass der aufkommende Druck in den Segeln nicht mehr durch
das Ruderblatt abgefangen werden kann. Außer einem Schreck ist
jedoch nichts passiert und wir machen uns getrost auf die Suche nach
der Hafeneinfahrt. Die Ansteuerung des ehemaligen Olympiahafens ist
völlig problemlos. |
Noch vor Sonnenuntergang machen wir fest und
genehmigen uns erst einmal einen traditionellen "Anleger". Peter weist uns
auf dem Bild deutlich darauf hin, dass in unserem Fall der Name Programm ist
("Veteraneo") - was will er uns wohl damit sagen?
Derweil macht sich Michael als unser Smutje
nützlich. Dank an Ihn und seine Beate, die uns ein prima Essen vorgefertigt
hat. Michael: Ich habe die Bilder geliefert, Ihr müsst mir das nur noch zu
einem Rezept zusammen schreiben und schon haben wir wieder einen Eintrag in
der Rezeptbörse.


| Nach einem gelungenen und entspannenden Mal
lassen wir den Tag mit einer kleinen Sight-Seeing-Tour ausklingen.
Dabei ist eigentlich nur schade, dass in Laboe das Marinedenkmal so
früh schließt. Also gibt es keine Kulturaktion mehr - nur noch Fotos
von außen:




Der Rundgang hat offensichtlich
zuviel Sauerstoff an unsere Nervensysteme geliefert, denn
abschließend ist nur noch Abhängen im Schiff angesagt:


Ein Frachter läuft noch Richtung Kiel in die Förde ein.
(Für alle Sportschiffer: Was sagt uns die Lichterführung?)
| Laboe Jachthafen Nord* |
| Liegeplatz |
16,00 € |
| Strom |
2,00 € |
| Duschen |
1,00 €
z. Zt. in Wartung (nur drei in Betrieb) |
| Sonstiges: |
| Brötchen |
Im Ort - ca. 10 Minuten Fußweg |
| Kulinarisches |
Spitzen-Eis: Strandweg entlang, kurz
vor dem Marinedenkmal mit Sitzgelegenheiten mit Blick auf die Kieler
Förde |
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Tag 3: Sonntag, 15.5. - 1000 Regatten
Rette sich, wer kann
So
fängt der Tag richtig an: Duftender Geruch verbreitet sich zeitig im
Schiff - unsere gute Fee Michael war am Werk noch bevor ich die Augen
geöffnet habe. So macht Segeln Spaß ;-)
Nach
einem gemütlichen Frühstück machen wir uns auf den Weg. Was wir nicht
geahnt haben ist, dass dieser Pfingstsonntag im Westen von Regatten
geprägt sein wird. Egal, in welche Förde wir "einkehrten", begegneten
uns immer wieder Regatta-Felder. Ein schöner Anblick, aber mittelfristig
auch anstrengend, da man den lieben Sportler-Genossen natürlich nicht
in's Gehege segeln wollte.
Insgesamt haben wir heute einen richtigen "Sahne"-Tag.
Bei herrlichstem Sonnenschein lässt uns auch der Wind nicht im Stich.
Beim herausfahren aus der Kielerförde haben wir mit dem Fernglas einen
tollen Blick auf Kalkgrund - für viele Revierkenner nichts besonderes,
für mich ein Highlight, kannte ich die Kontur doch nur aus den
theoretischen Segelscheinprüfungen.
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Am frühen Nachmittag verlässt uns
allerdings der Wind. Zunächst lässt er langsam nach, dann ist
plötzlich tote Hose. Selbst eine Segelschule "packt ihre Sachen" und
der Nachwuchs lässt sich "reinschleppen".
Mit großer Geduld harren wir unter
Segeln aus. Noch müssen wir es noch "am Wind" bis zur Eckernförder
Förde schaffen. Dort, mit Westkurs hoffen wir dann auf die
Gelegenheit den Blister zu setzen.

Nachdem die schöne Blase steht,
fahren wir trotz der nur noch 1-2 Bft mit immer noch 3-4 Knoten
Richtung Eckernförde.

Leider hat auch dieser Spaß viel zu
schnell ein Ende - denn der Wind lässt unerbittlich immer weiter
nach. Aber wir kommen wohl ins Guinnes Buch der Rekorde,
denn wir halten durch, bis die Logge nur noch "satte" 0,9 Knoten
anzeigt. Dann holen wir auch das Blau-Weiße Tuch runter.
Jetzt wird die Unterwasser-Genua
angeworfen und mit geradlinigem Kurs auf Eckernförde zugehalten. Bei
lauer Luft ist jetzt nicht nur für den Wind das Abhängen
Angesagt.


Nachdem wir im kleinen,
schnuckeligen Hafen in Eckernförde festgemacht haben, genehmigen
wir uns fröhlich den Anleger. Wir haben ihn uns heute vielleicht
nicht gerade durch "harte Abend gegen den Wind" verdient. Dafür aber
umso mehr im Beweisen stählerner Nerven gegen die störrische
Eigenwilligkeit der Elemente ;-) |
Nach Abhängen und Klar-Schiff-Machen geht es auf den
obligatorischen Landgang. Besonders schön wirkt das kleine Städtchen durch
die späte Nachmittagssonne. Und auch, wenn relativ wenig los ist - man spürt
halt den Sonntag - genießen wir den Rundgang und finden auch noch ein prima
Restaurant zum abendlichen Fisch-Essen. Am besten, Ihr lasst Euch mitnehmen,
auf einen kleinen Rundgang durch Eckernförde:
Ein prima Tag - so
was kann man wirklich nur Segelurlaub nennen - mit der Betonung auf Urlaub.

Allerdings
muss ich neidvoll anerkennen, dass wir im Jachthafen tatsächlich ein junges
Paar entdeckt haben, das wusste, wie man "noch einen Tick" mehr Urlaub aus
diesem Tag machen kann: Mit einem kleinen "Fertig-Einmal-Grill" sitzen sie an einem
Holztisch und grillen sich frischen Fisch.
Statt Neid einfach: Merken - und später selber machen!
Mehr dazu gibt's dann eben im nächsten Törnbericht "Juni
2005 - Lübeck und zurück".

| Eckernförde - Handelshafen* |
| Liegeplatz |
12,00 € |
| Strom |
incl. |
| Duschen |
Sehr gepflegt
Duschmarken beim Hafenmeister erwerben
Code-Schloss |
| Sonstiges: |
| Brötchen |
Können beim Hafenmeister bestellt
werden |
| Kulinarisches |
Spitzen-Fisch: Restaurant
"Eckernförder Fischdeel" - aber nicht ganz billig |

Tag 4: Montag, 16.5. - Arnis
Fish'n'Ships ;-)
Der letzte Tag für einen Teil der Crew beginnt: Montag =
Crew-Wechsel-Tag! Michael und Axel bleiben uns erhalten. Peter und Felix
- Ihres Zeichens der Zunft der Lehrer zugehörig - müssen uns verlassen,
da zu Hause zahllose ungeduldige Schüler/innen auf sie warten um mit
Wissen und Erfahrung voll gestopft zu werden (soviel zur Theorie) Als
Ersatz für die beiden sind bereits Winnie und Horst auf dem Weg gen
Norden und möchte uns in Arnis ablösen.

Also heißt unsere heutige Etappe: Eckernförde -> Maasholm
-> Arnis. Wir sind schon ganz gespannt auf die sagenumwobene schöne
Fahrt in die Schlei - und natürlich (als Fisch-Freaks) auf die frischen
Köstlichkeiten im allseits dafür bekannten und gerühmten Maasholm. Also
nichts wie "auf die Socken".


Der Leuchtturm von Maasholm ist schon von weitem zu
sehen. Mit uns laufen zahlreiche Segler ein und wir freuen uns schon wie
die Schneekönige auf ein frisches Fischbrötchen.
Bei der Fahrt in die Schlei halten wir uns, wie es sich
gehört, ordentlich an's betonnte Fahrwasser. Das sollte man hier auch
tunlichst so handhaben, denn gleich zu beginn liegt steuerbords ein
Naturschutzgebiet mit teilweise nur 60 cm Wassertiefe.
Schließlich machen wir in Maasholm am Passanten-Steg fest
und genießen den wundervollen, fast romantischen Ausblich, auf den
Deich:

Beim Hafenmeister erkundigen wir uns nach der
Möglichkeit, Fischbrötchen zu kaufen: Nichts leichter als das,
direkt "um die Ecke" hinter dem Verwaltungshäuschen. Nachdem auch noch
die Crew No. II eingetroffen ist und wir erst mal ein freundliches Hallo
austauschen machen wir uns auf den Weg, die Schlei hinauf - noch in der
ersten Besetzung. Unseren Neuankömmlingen Winfried und Horst drücken wir
noch eine Kamera in die Hand, um die Segelyacht Omega beim Passieren der
neuen Hebebrücke ei Kappeln zu fotografieren. Der eigentliche
Crewwechsel soll später in Arnis stattfinden.
Der folgende Kartenausschnitt zeigt die geplante Route,
durch die Hebebrücke bei Kappeln bis zum Jachthafen in Arnis.

Die neue Hebebrücke bei Arnis öffnet stets ein Viertel
zur vollen Stunde.
Winnie und Horst können wir von untern leider nicht erkennen, aber wir
winken vorsichtshalber mal wie die Weltmeister.


Nachdem wir die Brücke passiert
haben nähern wir uns dem Museumshafen. Er trägt seinen Namen mehr
als zu recht. Gerade dürfen wir An- und Ablegemanöver der
klassischen Segler auf dem engen Schlei-Fahrwasser bewundern. |

So möchte man wohnen: Direkt mit Steg und passendem Boot
an der Schlei.
Nachdem wir dann schließlich wie geplant am Nachmittag in
Arnis festmachen. Dort warten wir dann auf das Eintreffen unserer
Folge-Crew-Mitglieder. Sie kommen etwas später, haben im Stau an der
Brücke gestanden - aus dem Foto ist folglich nichts geworden.

Wer kritisch hinsieht kann alte und neue Crew-Mitglieder schnell
erkennen: Schlafen und strahlen!
Für Peter und Felix war es jetzt so weit. Sie werden
sich auf den Heimweg machen. Während dessen packen wir erst einmal alle
Mitbringsel von Winnie und Horst an Bord und werden anschließend einen
kleinen Stadtbummel machen. "Stadt" ist sicherlich übertrieben: Der Ort
Arnis - zu meiner Jugendzeit als kleinste Stadt Deutschlands gerühmt -
besteht im Wesentlichen aus eigentlich zwei Straßen, der "Lange Straße"
und ???. Aber dazu im nächsten
Törnbericht mehr (s. auch "Pfingsten
'05 - Teil II"). Für diesen Abschnitt war's das erst einmal.
| Jachthafen Arnis* |
| Liegeplatz |
12,00 € |
| Strom |
incl. |
| Duschen |
Kostenlos
Sehr gepflegt |

Rätsel an der Ostseeküste
Unsere Website wird zum Mitmachen erweitert.
Rätseln, denken forschen, jetzt seid Ihr gefordert.
Wir starten unsere neue Rätselreihe gleich mit einer echten
Herausforderung:
Apropos nächster Törnbereicht: Horst hat zwar kein Foto
von der Omega an der Brücke mitgebracht, aber ein Rätselbild, genauer
gesagt ur-nord-deutsche Sprachforschung. Wer bis zum Erscheinen des
nächsten Törnberichts die richtige Erklärung für den untenstehenden
Straßennamen in unser Gästebuch eingetragen hat, wird offiziell geehrt
;-)

Watt heisst datt ??? 
Alles gut! Super Törn, bis zum nächsten Mal
- und hier noch mal die Protagonisten
(Axel, Michael, Felix, Peter und Ralf)


Jungs! Wir seh'n uns Pfingsten 2006 wieder! 
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Stand:
20.11.05
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